Real World Terror I
Am Sonntag wurde vom israelischen Kabinett einem Gesetzentwurf zur Einrichtung einer Datenbank mit biometrischen Daten ALLER Bürger verabschiedet. Die Begründung dafür:
- Fälschungsicherheit gewährleisten
- Vorbeugung illegaler Immigrationen
- Vorbeugung von kriminellen Vergehen, die die Staatsicherheit gefährden
Biometrische Datenbanken sind unter anderem auch im Kuwait, Jemen und Pakistan. In diesen Ländern wundert einen das vielleicht noch nicht einmal sonderlich. Und jeder wird sich denken: Bei uns wird das schon nicht passieren. Da gebe ich allerdings zu bedenken, dass auch hier wieder DAS Argument die nationale Sicherheit ist. Und dieses hat bisher auch bei UNS immer gezogen….
Nach einem Heise – Bericht von letztem Dezember planen allerdings auch die USA die weltweit größte biometrische Datenbank. Nicht zu vergessen in diesem Zusammenhang ist, dass auch in England schon seit Jahren Gendaten gesammelt werden. Aber: Alles für den Schutz der Bevölkerung natürlich.
Und da wir Deutschen ja immer ungern hinten anstehen kann es wohl auch hier nicht mehr lange dauern, bis unser guter Herr Schäuble mehr Gewicht in die Diskussion legt…
Hier dann wohl: Schöne neue Welt.
Mehr Infos zum Thema: heise I, heise II, datenschutz.de,
Der Stand der Dinge in Deutschland dazu: Vorratsdatenspeicherung

Aus Deiner Kritik spricht das schlechte Gewissen. Wenn man nichts böses gemacht hat, braucht man doch auch keine Angst haben, dass jemand seine Daten hat. Wenn Du keinen umbringst, findet auch keiner Deine DNS am Tatort…
Dummerweise steht man mit dieser Taktik aber schon unter Generalverdacht, auch wenn man gar nichts gemacht hat.
Aber wenn alle Daten von jedem gespeichert sind, sind die Chancen doch wieder ausgeglichen. Hättest Du es lieber, wenn nur die Straftäter gespeichert würden und dann für ihr Leben stigmatisiert sind? Oder am besten noch, dass nur “potenziell gefährliche Randgruppen” gespeichert werden!
Da bin ich eher für gleiches Recht für alle.
Natürlich bin ich NICHT dafür, dass irgendwelche Menschengruppen erfasst, klassifiziert und ihr Leben lang stigmatisiert sind. Jedoch bin ich auch nicht für die pauschale Sammlung und Speicherung jeglicher Daten, die man so haben kann und schon gar nicht mit dem einzigen Argument: Terrorprävention. Das ist in meinen Augen ein Schlagwort, was seit einigen Jahren dazu verwendet wird, um der Bevölkerung immer neue Überwachungsmaßnahmen schmackhaft zu machen. Irgendwann wird man mal erzählen, dass das Lesen mancher Bücher schon Terrorpotential hervorrufen kann und jeder wirds schlucken, denn hey, wenn man damit die bösen Terroristen stoppen kann…